Rückblick - Ein traditionsreicher Industriestandort

1900
Maßgeblich strukturbestimmend für den Standort des „Zentrums für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz“ und industrieller Ursprung des heutigen Technologieparks war die Errichtung eines Werkes für den Lokomotivbau durch die Berliner Maschinenbau AG (vorm. Louis Schwartzkopf).

1907
Zur Bündelung der Kräfte für innovative Erweiterungen des Produktspektrums wurde bereits mit der Firma J.A. Maffei aus München das Gemeinschaftsunternehmen „Maffei-Schwartzkopf-Werke GmbH“ gegründet. Die Errichtung weiterer Produktionsstätten in Wildau ging damit einher. Neben dem Bau von Lokomotiven wurden am Standort wirtschaftlich erfolgreich Turbinen, Pumpen und Elektromotoren hergestellt. Ende der zwanziger Jahre nahm durch eine falsche Geschäftspolitik der Niedergang des Werkes seinen Anfang.

1931
Die Verwaltung des Geländes übernahm die Grundstücks- und Werkstättengesellschaft mbH.

1935
Nach der  Übertragung des Vermögens auf die „Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin (AEG)“ konnte die Immobilie Mitte der dreißiger Jahre einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Hallen wurden umgebaut und erweitert, neue Maschinen und Ausrüstungen aufgestellt, so dass in den Werkstätten vor dem Hintergrund der Rüs-tungsproduktion für den nahenden 2. Weltkrieg die Produktion von Flugzeugteilen (Leitwerke, Flügel- und Rumpfteilen) für Flugzeuge von Junkers, Messerschmitt und Dornier aufgenommen werden konnte.

1945
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich auf dem Areal der Schwermaschinenbau, ein Volkseigener Betrieb (VEB) der ehemaligen DDR. Als Ausrüster der Schwerindustrie wurden Walzstraßen, Gießereien sowie Biege- und Richtmaschinen angefertigt. Bekannt wurde auch der VEB durch die Fertigung von Gesenkschmiedestücken mit Kurbelwellen.

1951
Mit dem Bau von Kurbelwellen für den Schiffbau  wurde eine Tradition begründet, die bis heute durch die Wildauer Schmiedewerke GmbH und der Gröditzer Kurbelwelle Wildau GmbH erfolgreich fortgeführt wird.

Fotos
Bild 1: Die Maffei-Schwartzkopff-Werke vor der Übernahme durch AEG
Bild 2: Lokomotivfertigung in der Halle 15/16
Bild 3: Werbung der BMAG für ihren "Superstar" der D. Reichsbahn
Bild 4: Kurbelwelle für Schiffsmotor, Person-Kurt Baschin 
Bild 5: Kurbelwellenfertigung heute

Mit freundlicher Genehmigung
des Ingenieurvereins Wildau,
Hr. Dipl. Ing. Bernhard Welsch (Ehrenvorsitzender)