Geschichte

Industriestandort mit Tradition

Bekannt geworden durch die Dampflokomotiven der Firma Schwarzkopff um 1900, als Rüstungsschmiede 1945 am Boden und als Zentrum des DDR-Schwermaschinenbaus wiederaufgebaut, musste sich der Standort nach 1990 neu erfinden. Die Gründung der Technischen Hochschule Wildau und die Inbetriebnahme des Zentrums für Luft- und Raumfahrt Wildau haben entscheidende Impulse gesetzt. Mit einer Gesamtfläche von rund 24.000 Quadratmetern ist in den vergangenen Jahren einer der größten kompakten Technologiestandorte in Brandenburg entstanden.

1900

Errichtung eines Werkes für den Lokomotivbau durch die Berliner Maschinenbau AG (vormals Louis Schwartzkopff) am Standort des heutigen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Wildau: Das war maßgeblich strukturbestimmend für den Standort und den industriellen Ursprung des heutigen Technologieparks.

1907

Gründung des Gemeinschaftsunternehmen „Maffei-Schwartzkopff-Werke GmbH“ mit der Firma J.A. Maffei aus München und Errichtung weiterer Produktionsstätten in Wildau: Neben dem Bau von Lokomotiven wurden am Standort wirtschaftlich erfolgreich Turbinen, Pumpen und Elektromotoren hergestellt. 

1935

Erweiterung des Standortes Wildau unter Federführung der „Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin (AEG)“: Es werden Flugzeugteile (Leitwerke, Flügel- und Rumpfteile) für Flugzeuge von Junkers, Messerschmitt und Dornier produziert. 

1945

Entwicklung des Schwermaschinenbaus und Gründung eines Volkseigenen Betriebes (VEB) der ehemaligen DDR in Wildau: Als Ausrüster der Schwerindustrie wurden Walzstraßen, Gießereien sowie Biege- und Richtmaschinen angefertigt. Bekannt wurde der VEB auch durch die Fertigung von Gesenkschmiedestücken mit Kurbelwellen. 

1951

Mit dem Bau von Kurbelwellen für den Schiffbau wurde eine Tradition begründet, die bis heute durch die Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG sowie die Gröditzer Kurbelwelle Wildau GmbH erfolgreich fortgeführt wird.

1990

Übergabe des VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“ an die Treuhand: Aus der dadurch entstandenen Schwermaschinenbau AG Wildau (SMB) gingen im Zuge der Privatisierung die heutige Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG, die Gröditzer Kubelwelle Wildau GmbH und die Sondermaschinenbau Wildau GmbH hervor. Darüber hinaus siedelten sich zahlreiche weitere Unternehmen auf dem Gelände an.

1991

Gründung der Technischen Hochschule Wildau: Sie knüpft an die Tradition der ehemaligen Ingenieurschule Wildau an und ist heute die größte Fachhochschule Brandenburgs.

2000

Sanierung und Erweiterung des Technologie- und Gründerzentrums Wildau (TGZ)

2003

Inbetriebnahme des Zentrums für Luft- und Raumfahrt I in Wildau (ZLR I)

2009

Eröffnung des Zentrums für Luft- und Raumfahrt II in Wildau (ZLR II)

2010

Eröffnung des Zentrums für Luft- und Raumfahrt IV in Wildau (ZLR IV)

2011

Eröffnung des Zentrums für Luft- und Raumfahrt III in Wildau (ZLR III)

2015

Verkauf des Zentrums für Luft- und Raumfahrt IV in Wildau (ZLR IV) an das Land Brandenburg

Heute

Rund 60 Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten vor allem aus dem Bereich Luftfahrttechnik, aber auch aus anderen Hightech-Branchen wie Engineering, Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Servicebranche haben bisher im Wildauer Zentrum für Luft- und Raumfahrt ihren Standort gefunden.