"Hauptstadtregion ist als Luftfahrtstandort gut aufgestellt"

„Die deutsche Hauptstadtregion Berlin Brandenburg ist als Luft und Raumfahrtstandort gut aufgestellt. Dies zeigt sich aktuell auch bei den gravierenden Umstrukturierungen, die beim Systemhersteller Airbus anstehen: Die Unternehmen aus der Hauptstadtregion bleiben wichtige Zulieferer für Airbus.“

Das erklärte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns zum heute stattfindenden Branchengespräch mit Vertretern der Luftfahrtindustrie aus der Hauptstadtregion. Zu dem Gespräch hatte Minister Junghanns auch namens des Berliner Wirtschaftssenators Harald Wolf eingeladen.

An dem Gespräch im Brandenburger Wirtschaftsministerium nahmen der Vorstand des Branchenverbandes Berlin Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA), Vertreter der Triebwerkshersteller Rolls Royce und MTU sowie die Airbus-Zulieferer Holmberg, AQUAROTTER und PACE teil. Ebenfalls vertreten waren die Berliner Senatswirtschaftsverwaltung sowie die Wirtschaftsfördergesellschaften ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg und Berlin Partner.

Rolls Royce und MTU berichteten von einer stabilen Auftragslage, die durch die aktuellen Veränderungen bei Airbus nicht berührt sei. Die Zulieferunternehmen aus der Region erwarten, dass sie weiter wichtige Partner von Airbus bleiben. Gleichwohl müssen sie sich auf wirtschaftliche Einbußen aus dem Airbus-Geschäft einstellen. Für sie ist jedoch vor allem wichtig, dass Airbus die bewährte Innovationspartnerschaft mit den Zulieferern fortsetzt.

Minister Junghanns betonte, dass die Wirtschaftsministerien der Länder Brandenburg und Berlin die aktuelle Situation bei Airbus sehr aufmerksam verfolgen. „Die Unternehmen der deutschen Hauptstadtregion sind leistungsstark, innovativ und verfügen über besonderes Know-how. Das macht sie zu attraktiven Partnern für den Airbus-Konzern. Dies muss auch im Zuge der internen Umstrukturierungen gesichert bleiben“, so Minister Junghanns. Bewährte Zulieferbeziehungen in der Hauptstadtregion dürften nicht gefährdet werden.

Die Teilnehmer vereinbarten, weiterhin in engem Kontakt zu bleiben, um zeitnah gemeinsam auf weitere Entwicklungen reagieren zu können.

Andreas Kaden, Präsident der BBAA, bekräftigte die These, dass die Luft und Raumfahrt in der Hauptstadtregion unter dem bewährten Slogan „Zwei Länder ein Standort“ gut zusammenarbeite, die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik immer enger werde. Der A 380 von Airbus sei eine in der Fachwelt anerkannte ingenieurtechnische Leistung, dazu hätten auch Unternehmen aus der Region ihren Beitrag leisten können. Die Politik stünde in Frankreich und in Deutschland in einem engen Dialog mit Airbus, deshalb sei es gut und wichtig, dass auch in der Hauptstadtregion der Schulterschluss zwischen Politik und Luftfahrtindustrie eng gestaltet sei.

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