Berliner und Brandenburger Firmen am Bau des BBI beteiligt

Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik und Verwaltung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg werden den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum BBI begleiten.

Am 15.06.2006 trafen Spitzenvertreter der Brandenburger und Berliner Kammern, der Bauverbände, der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg sowie der IG Bau Berlin-Brandenburg mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns und dem Berliner Wirtschaftsstaatssekretär Volkmar Strauch zu einem „Flughafengespräch“ zusammen. Im Mittelpunkt der Betrachtungen standen die Entwicklungs- und Beschäftigungschancen aus dem Flughafenausbau für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Das Gespräch fand auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Cottbus in Königs Wusterhausen statt. Gemeinsam mit Minister Junghanns, Staatssekretär Strauch und dem Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Martin Wille, wollen sich die Beteiligten aus Kammern, Verbänden und Gewerkschaft für ein positives Image des Projektes einsetzen. Die Beteiligten waren sich einig, dass die Erfüllung der zum Teil hohen Erwartungen an das Vorhaben BBI in hohem Maße davon abhängt, ob die regionalen Unternehmen angemessen am Bau des Flughafens beteiligt werden. Im BBI-Bieterverzeichnis, das von der Auftragsberatungsstelle Cottbus als der zentralen Anlaufstelle für regionale Unternehmen geführt wird, sind inzwischen nahezu 400 Unternehmen gelistet.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns erklärte dazu: „Ich erwarte, dass unsere kleinen und mittelständischen Firmen eine faire Chance bei der Auftragsvergabe erhalten. Darauf werde ich persönlich achten. Es gilt, bei der Auftragsvergabe den bestehenden zulässigen Spielraum zu nutzten. Deshalb freue ich mich, dass die Flughafengesellschaft ein eindeutiges Signal pro regionalem Mittelstand gegeben hat und dass bei den bauvorbereitenden Maßnahmen bereits ein Großteil der Aufträge in der Region geblieben ist.“
Staatssekretär Volkmar Strauch betonte: „Der Bau des Flughafens BBI bietet große Chancen auch für die mittelständische Wirtschaft der Region. Kleinere Un-ternehmen sollten Bietergemeinschaften bilden, um bessere Chancen bei der Vergabe zu haben. Sie sollten sich auch unbedingt in das Bieterverzeichnis eintragen lassen, das die IHK Cottbus führt. Die Eintragung sollte daher einfach, pragmatisch und kostengünstig gehandhabt werden, um vor allem kleine und mitt-lere Unternehmen nicht übermäßig mit Bürokratiekosten zu belasten.“

Ulrich Fey, Präsident der IHK Cottbus, hob hervor: „Der Bau des BBI und die Entwicklung des Flughafenumfeldes geben unserer Region einen enormen wirt-schaftlichen Impuls. Dabei müssen in allen Phasen die regionalen Unternehmen eingebunden werden. Hier wird sich die IHK Cottbus, in deren Kammerbezirk der Flughafen liegt, weiterhin stark einbringen und sich für die enge Kooperation aller Partner aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung einsetzen.“

Christian Amsinck, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) sagte: „2011 wird die erste Maschine vom künftigen Flughafen starten und ein neues Zeitalter im Berlin-Brandenburger Luftverkehr eröffnen. Auf und um den BBI können 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die hohe Arbeitslosigkeit in der Hauptstadtregion verdeutlicht dabei, wie wichtig die Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ist. Der BBI ist also eine einmalige Chance. Darum versuchen wir bereits beim Bau, so viele regionale Firmen wie möglich einzubinden. Dazu stehen wir – wie heute – im Dialog mit allen Beteiligten.“

Rolf Steinmann vom Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt und ver-antwortlich für die IG-BAU-Region Berlin-Brandenburg, der für die Seite der Arbeitnehmer am Flughafengespräch teilnahm, machte deutlich: „Wichtig ist, dass es auf der Großbaustelle fair zugeht. Das heißt im Klartext: gerechter Lohn – also eine tarifgerechte Bezahlung. Wir wissen, dass der Flughafenbau vom ersten Tag ein Stress-Job sein wird. Aber der Termindruck darf nicht bedeuten, dass Arbeitsschutz und Arbeitszeiten über Bord geworfen werden. Üble Machenschaften – wie Überstufen zum Null-Tarif – darf es beim BBI-Bau nicht geben. Bauarbeiter aus Berlin und Brandenburg haben das nötige Know-how für diesen Job. Allerdings erwarten sie beim Bau des BBI-Airports ein Fair Play.“

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Foto
Das Terminal von der Landseite
Quelle: "Foto/Grafik: Berliner Flughäfen"©Archimation

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